Unter einer Stunde um den Attersee – starke Leistung beim King of the Lake
47,2 Kilometer, einmal rund um den Attersee und die Uhr als unerbittlicher Gegner: Beim King of the Lake 2026 stellte sich Kenneth Haberlandt einer der wohl spektakulärsten Herausforderungen für Zeitfahrer. Mit einer Zeit von 59:59,83 Minuten knackte er dabei eine ganz besondere Marke – und belegte einen hervorragenden 13. Platz in seiner Altersklasse und den 20. Platz in der Gesamtwertung.
Am 26. September verwandelte sich das österreichische Salzkammergut wieder in eine große Bühne für den Radsport. Bereits zum 16. Mal lockte der King of the Lake ambitionierte Zeitfahrerinnen und Zeitfahrer aus ganz Europa an den Attersee.
Das Besondere an diesem Rennen: Die 47,2 Kilometer lange Strecke führt einmal rund um den See – und während des Rennens gehört die Straße den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Keine Autos, kein Gegenverkehr, volle Konzentration auf Geschwindigkeit, Aerodynamik und den Kampf gegen die Uhr.
Start und Ziel befinden sich bei der Marina in Kammer. Von dort geht es im Uhrzeigersinn über Weyregg und Unterach zurück in Richtung Attersee. Mit dem See und der Bergkulisse des Salzkammerguts im Hintergrund bietet die Strecke eine außergewöhnliche Kulisse. Wer selbst auf dem Rad sitzt, dürfte dafür während des Rennens allerdings nur wenige Blicke übrighaben.
47,2 Kilometer am Limit
Ein Einzelzeitfahren über diese Distanz verlangt weit mehr als möglichst hohe Wattwerte. Die eigene Leistung muss von Beginn an genau dosiert werden. Wer zu schnell startet, bezahlt dafür auf den letzten Kilometern. Wer zu viele Reserven lässt, verschenkt wertvolle Sekunden.
Für Kenneth Haberlandt lief die Fahrt um den Attersee nahezu nach Maß. Nach 47,2 Kilometern stoppte die Uhr bei 59:59,83 Minuten.
Damit gelang ihm etwas, das sich vermutlich jeder ambitionierte Teilnehmer beim Blick auf die Streckenlänge einmal ausrechnet: eine komplette Runde um den Attersee in weniger als einer Stunde.
Gerade einmal 17 Hundertstelsekunden trennten Kenneth von der Ein-Stunden-Marke – auf der richtigen Seite.
Platz 13 in der Altersklasse beim King of the Lake
Die starke Zeit bedeutete am Ende einen hervorragenden 13. Platz in der Altersklasse und einen 20. Platz in der Gesamtwertung. Ein Ergebnis, das zeigt, mit welchem Tempo Kenneth auf der Strecke unterwegs war.
Für die 47,2 Kilometer benötigte er knapp eine Stunde. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 47,2 km/h – und das über die gesamte Distanz.
Beim Einzelzeitfahren zählt dabei jede Kleinigkeit: die richtige Sitzposition, eine möglichst gute Aerodynamik, die passende Übersetzung, saubere Kurvenlinien und vor allem die Fähigkeit, die eigene Leistung über fast eine Stunde konstant auf höchstem Niveau zu halten.
Kenneth brachte all das zusammen und belohnte sich mit einer Zeit, bei der selbst die Hundertstelsekunden entscheidend waren.
Ein besonderes Rennen für Zeitfahrer
Der King of the Lake hat sich längst einen festen Platz im Kalender vieler ambitionierter Rennradfahrer erarbeitet. Die Kombination aus langer Zeitfahrdistanz, gesperrter Strecke und der eindrucksvollen Landschaft rund um den Attersee macht das Rennen zu einem besonderen Erlebnis.
Wenn dann auch noch die magische Stundenmarke fällt, dürfte die Erinnerung an die Runde um den See und ein zufriedenes Lachen im Gesicht noch lange bleiben.
Herzlichen Glückwunsch, Kenneth, zu dieser starken Leistung und vor allem zu 59:59,83 Minuten – knapper kann man die Stunde kaum unterbieten!